Hallo liebe MKW Miteltern!
Einige von Euch haben sicherlich schon Erfahrungen mit o. g. "Problem" ...
Hm, wo fang ich an? Wir sind eine kleine Familie (Mutter Fisch, Vater Zwilling, Tochter 2,5 J. Steinbock) und wohnen zw. Köln und Bonn. Von Beginn an, gingen wir ins Geb-Haus nach Bonn zur Pikler Gruppe. Wir pflegen einen respektvollen, achtsamen Umgang/ Erziehung (ich hasse dieses Wort) mit unserem Wildfang. In schwierigen Situationen bleiben mein Mann und ich ruhig, liebevoll, aber konsequent (ich als Mami bin Vollzeit Mutter, KIGA erst ab 3 J.).
Es gibt aber immer wieder Situationen im Alltag (die üblichen Kleinigkeiten ...), wo meine kleine wilde Tochter mit Ihrem Temperament und natürlich auch Selbstbewusstsein Dinge alleine erledigen/ bestimmen usw. will. Grundsätzlich kann ich das ja auch verstehen und stehe da (meistens) voll hinter Ihr. ABER.... :-) Auf dem Wickeltisch nach mir Schlagen, beissen, Sand werfen kommt immer mal wieder vor.
Der Alltag lässt leider doch nicht immer ein Leben nach einem kompl. Kinderrythmus zu.
Ich sage dann immer "Nein, man macht ... nicht!" Je nachdem wenn Sie mir nochmal hinterher haut, halte ich Ihre Hand fest (fühle mich schrecklich dabei). Erkläre, dass mir (oder anderen Kindern etc.) das weh tut, zeige/ weise drauf hin, wenn ein Kind weint etc. pp. Aber manchmal weiss ich einfach nicht weiter.....
Was macht Ihr da? Welche Erfahrungen habt Ihr?
Ich finde das schwierig. Manche Theorien besagen ruhig bleiben, nein sagen, erklären, nicht viel Beachtung schenken. Manche meinen Auszeit im Zimmer, liebevolles "Gesäusel" ist mir zu sanft, richtig streng und laut sein will ich auch nicht, gehört zur Entwicklung dazu - wo sind die Grenzen??? Und und und.... ach, ratlos...
Liebe Grüsse von Mama Babete mit Soraya
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Kommentare
hallo lienhard, danke für
hallo lienhard, danke für dein feedback! ich war lange nicht mehr online. es hat sich rausgestellt, dass wir nicht in kontakt miteinander waren. ich musste mich einfach mal wieder total auf mein kind besinnen. ab dann ging es auch besser, viel besser :-) ich danke dir so sehr für das ganze MKW konzept! genial echt.... die einleitung der aktullen zeitung spricht mich auch wieder sehr sehr an. also: danke nochma für deine arbeit und natürlich auch an das gesamte mkw team. mama babete mit soraya
Hauen und Beissen
Hallo Babete,
nachdem sich noch niemand gemeldet hat, möchte ich mich ganz kurz zu Deiner Frage äußern. Wie Du als MKWlerin ja weisst, sind wir sehr zurückhaltend mit allgemeinen Ratschlägen und ich weiss letztlich zu wenig von Eurer Gesamtsituation, um etwas konkretes zu sagen - aber auf den ersten Blick, sieht Dein Problem erst einmal gar nicht so untypisch aus. Und natürlich kannst Du nicht Dein ganzes Leben nach dem Kind richten. Auf die Entfernung sieht es aber so aus, dass sich Deine Tochter - aus welchem Grund auch immer - machtlos fühlt. Wenn ich lese, was Du schreibst, sieht es so aus, als würdet Ihr an den Stellen, wo sie ihren Willen nicht bekommen kann, an einander vorbei kommunizieren. Deine Erklärungen erreichen sie nicht wirklich - bei ihr kommt vermutlich an, dass sie nicht in Ordnung ist, so wie sie fühlt. Du appellierst an eine Vernunft, die bei ihr noch lange nicht vorhanden ist.
Vor allem scheint sie sich "nicht gefühlt" zu fühlen. Einerseits vermittelst du ihr nicht wirklich klar, was Du willst bzw nicht willst ("Nein,man macht . . . nicht" ist keine persönliche Aussage) und Du vermittelst Ihr auch nicht, dass Du ihren Wunsch verstehst und in Deine Entscheidung mit einbeziehst.
Vermutlich hilft Dir das jetzt auch nicht sehr viel weiter - aber ich wüsste auch nicht, wie ich das in wenigen Sätzen vermitteln sollte. Zunächst einmal geht es darum, dass Du verstehst, warum Deine Strategie bei ihr nicht ankommt. Dafür müsstest Du Dich soweit in sie einfühlen, dass Dir aufgeht, woran es fehlt. Mit ein paar Tipps von außen, was man da machen kann, ist es leider in den seltensten Fällen getan.
Du schreibst, dass Du bei Gaby im Spielraum warst - soweit ich weiss, begleitet sie Eltern auch über diese Zeit hinaus. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie Dir weiter helfen kann - zumal Ihr Euch ja kennt. Und von meinen Seminaren in Bonn weiss ich, dass die Eltern sich bei ihr gut aufgehoben fühlen. Es scheint mir auf jeden Fall kein unlösbares Problem zu sein - manchmal stehen wir einfach auf dem Schlauch. . .
herzliche Grüße,
Lienhard
nein, noch nicht so ganz.
nein, noch nicht so ganz. werde wohl wieder diesen weg gehen. manchmal sieht man den wald vor lauter bäumen nicht... so haben wir es eigentlich auch immer in der vergangenheit gemacht, wenn etwas nicht "stimmte" zwischen uns... ja, es ist genau das was du schreibst: sie hat bedürfnisse/ wünsche/ gefühle/ ängste etc., die sie einfach (noch) nicht in worte packen kann. danke für deinen rat! lg, mama babete
Hast Du schon mal versucht,
Hast Du schon mal versucht, empahtisch mit ihr zu reden und die ganzen "Das macht man nicht..."Sätze sowie Erklärungen weggelassen??
Meiner Tochter, ein Sandwichkind zw zwei Brüdern, tut das oft ganz gut, wenn ich ihr zeige, dass ich ihr Bedürfnis dahinter sehe oder einfach anspreche ohne die Erwartung zu haben, dass sie sich "anständig" benimmt.
Wenn sie ihren kleinen Bruder z.B. gehauen oder sonstwie drangsaliert hat bzw. es versucht, weil sie gerade nicht die Aufmerksamkeit kriegt, die sie braucht, schnapp ich sie mir und frage sie, ob sie gern möchte, dass sie alleine mit mir sein kann und ob sie möchte, dass ihr Bruder verschwinden würde. Damit ist meistens schon Erleichterung eingeleitet und sie fühlt sich wieder aufgehoben und angenommen und hat ihren kleinen Bruder dann auch wieder lieb. Oder wenn es gegen mich gerichtet ist, frage ich sie, ob ich gemein zu ihr gewesen bin u.Ä.
Es ist nicht immer leicht zu erkennen, was dahinter steckt, aber meistens sind es irgendwelche Bedürfnisse, die missachtet wurden und Kinder sind nicht unbedingt in der Lage, das zu kommunizieren.
Und wenn der Fokus der Eltern nicht mehr so sehr auf dem "Problem" liegt, sondern auf der gutgemeinten Absicht dahinter, läßt der Druck nach und meistens auch das "Problemverhalten"
WEiß nicht, ob's was bringt und ob's Dir weiterhilft.
Das kam mir beim Lesen in den Sinn und ich dachte, ich schreib's mal auf.
Drücke Euch die Daumen.
Viele Grüße
jada