Hallo,
meine Tochter ist jetzt fast 16 Monate alt. Am Tag stört mich das Stillen eigentlich gar nicht so. Aber das Abendliche Stillen nervt mich manchmal sehr. Bis sie einschläft geht sie so oft an die Brust, dass ich manchmal die Geduld verliere. Abgesehen davon braucht sie dann auch Nachts oft die Brust. Wenn sie die Brust nicht gleich bekommt wird sie wütend u weint.
Wenn mein Mann sie ins Bett bringt u ich nicht dabei bin funktioniert das ohne Brust super. Aber sobald ich da bin will sie nur von mir ins Bett gebracht werden u will die Brust.
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, wie man auf liebevolle Art das Stillen reduzieren kann.

LG Ute

Kommentare

Stillen

Meine Tochter ist fast 3 Jahre und ich stille sie jetzt nur noch ein Mal am Tag und warte darauf, dass sie es irgendwann einfach vergisst.

Es ist eine gute Gelegenheit, nein sagen zu lernen und die Trotzreaktionen des Stillkindes nicht so ernst zu nehmen. Manchmal heißt liebevoll einfach eine gewisse Festigkeit haben und der Wut nicht nachzugeben. Bei einem Wutanfall ist es wie beim Feuer. Es lodert hoch, erlischt aber auch schnell wieder. Man muss die negativen Auswirkungen einfach mit Geduld ertragen und Ruhe im Geist bewahren. Es ist nicht gut, sich vor den scheinbaren negativen Gefühlen wie Wut zu sehr zu fürchten und ihr zu sehr aus dem Weg zu gehen.

Die Wut kommt und die Wut geht. Uns hilft es auch die Gefühle (wie Trauer und Wut) hinterher zu benennen. (Da ist Wut in deinem Geist gewesen und jetzt ist sie wieder weg.) So lernt das Kind auch, dass die sich im Geist manifestierenden vorübergehenden Gefühlsregungen akzeptiert werden.

Ich sag meiner Tochter auch, dass ich weiß, dass sie jetzt stillen möchte, aber dass ich nicht möchte, und dass beide, Mutter und Kind, es wollen müssen.

Ich vermute, dass auch ein 16 Monate altes Kind darüber schon nachdenken kann.

Durchhalten

Hallo Ute,

ich kenne das mit dem Einschlafen. Im Sommer brauchten wir meist eine Stunde zum Einschlafen, ab und zu schonmal zwei und wenn es ganz schnell ging nur ca. 30 Minuten. Sobald mein Schatz getrunken hatte, war er wieder wach und turnte in Bett und Zimmer herum, weil er einfach noch Energie dazu hatte. Ich habe mir gesagt, dass ich das so möchte und kein anderes Einschlafritual in Frage kommt. Die Zeit habe ich dann genutzt, um zu kuscheln oder ihn einfach nur zu beobachten. Das ganze dauerte ca. 2 Monate, dann ergab es sich von selbst, dass er seine Energie am Tage loswerden konnte und sicherlich half auch, dass es früher dunkel wurde. Seit längerer Zeit schläft er (14 Monate) sowohl mittags als auch abends schnell an der Brust ein, weil er wirklich müde ist.

Nachts kommt er alle 2-3 Stunden, was keinen von uns stört, weil er im Familienbett schnell versorgt wird und weiterschläft.

Einen Rat fürs Abstillen kann ich dir nicht geben. Habe schon gelesen, dass man ab einem gewissen Alter mit dem Kind verhandeln kann, wann es Milch gibt. Ich sende dir Kraft zum Durchhalten, es sind nur Phasen, die vorbei gehen und mit der richtigen Sichtweise gut zu überstehen sind.

Schönen Tag Sandy