Birgit Klem
Durch das Guckloch eines Berges

Durch das Guckloch eines Berges

Wie mein Sohn mich zur Meditation inspirierte

Am Wochenende war ich ein Berg beziehungsweise im Inneren eines Berges. Und praktischerweise hatte dieser Berg, mit dem ich mehr und mehr verschmolz, ein Guckloch, das mir einen Blick in meinen Alltag gestattete. Diese Verwandlung geschah im Rahmen eines Meditationsseminars bei Karen Waugh und Lienhard Valentin während einer geführten Bergmeditation, die eingebettet war in einen ganzen Tag des Schweigens. Da passieren schon seltsame Dinge, beispielsweise verwandelt man sich plötzlich in einen Berg mit Guckloch und sieht das Leben mitunter anders.

Kind Rennen Spiel Lachen

Mitten am Rande des Geschehens

Kinder hinter den eigenen Geschichten und Interpretationen erkennen

Als ich mittags ins Kinderlernhaus komme, finde ich keine Kinder, sondern nur eine Erzieherin im Inneren der Einrichtung vor, die mir sagt, dass mein Sohn mit den anderen hinten auf dem Hof sei. Noch bevor ich die Kinder sehe, höre ich den Sprechgesang: „Der Fuchs geht um, der Fuchs geht um“ und lächle. Die Melodie dieses Liedes ruft Erinnerungen wach.