Hallo!
Ich frage hier im Namen der verzweifelten Mutter eines Kleinkindes. Der Junge ist ein lieber, ausgeglichener Kerl- am Tage.
Die Mutter, dem Weinen nahe, berichtet mir von "Tobsuchtsanfällen" in der Nacht, Schreien (Nein! Nein!) bis zu einer halben Stunde, mehrmals. Trösten, Beruhigen, nichts hilft, er ist wie ausser sich.
Die Mutter ist am Ende ihrer Kräfte und sucht eine Erklärung.
Wir haben uns gedacht, dass bei dem Kleinen gerade im Gehirn ein "Umbau" stattfindet. Kennt sich jemand auf neurophysiologischem Gebiet aus? Passiert da etwas einschneidendes im 3. Lebensjahr?
Kann Homöopathie helfen?
Bitte um euren Rat. Danke.
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Kommentare
Es kann sehr gut sein, dass
Es kann sehr gut sein, dass er die Traurigkeit verspürt in bestimmten Momenten, die natürlich noch nicht schildern kann (und selbst auch nicht weiss was und wie mit diesem Gefühl anzufangen bzw. mit diesem umzugehen) und sich aus diesem Grund anders verhält als bisher... ehrlich gesagt nach dem was Du so beschreibst denke ich persönlich dass es was emotionales ist, was der Kleine durchmacht und das erstmal Bachblüten helfen könnten um den Abschied besser zu verarbeiten, und auch ihn spüren zu lassen dass man auch durch die Distanz (falls das in seinem Fall möglich ist) eine Freundschaft aufrechtzuerhalten (telefonieren, skypen, Fotos anschauen, Bilder für den Freund malen und Brief verschicken, etc.) sowie auch neue Freundschaften aufbauen... helfen könnten seinen Kummer zu verarbeiten...
Falls all das nichts verändert kann man auch Homöopatisch ihn unterstützen... allerdings würde ich eine guten Homöopathen auswählen der Erfahrung hat mit Kindern sowie auf emotionaler Ebene ...
Ich wünsch Euch allenfalls dass ihr diese Zeit gut überwindet und bald wieder glückliche Momente miteinander erlebt!
Dazu kann ich dir einiges
Dazu kann ich dir einiges sagen, denn ich bin seine Tagesmutter. Ich erlebe ihn 8 Stunden am Tag als freundlichen, offenherzigen Kerl, der keine Ängste hat und für jeden Spass zu haben ist.
Seine Eltern sind warmherzige Menschen, die liebevoll und aufmerksam mit ihrem Kind umgehen, so wie ich es erlebe.
Etwa zweimal in meiner Betreuungszeit hat der junge sein Trotzanfälle, die meist "aus dem Nichts" kommen. Er schreit dann, ist völlig ausser sich. Dann hilft nichts, ausser Abstand. Ich frage ihn, ob er beiseite gehn und zu Ende schreien mag, was er bereitwillig macht. Nach etwa 5 Minuten kommt er wieder rein und es ist, als wär nichts gewesen.
So etwa schreit er offensichtlich auch nachts, nur eben viel länger.
Ängste...
Ängste, vorallem Verlustängste hat jeder Mensch, in den ersten 3 Lebensjahren entwickelt sich vorallem die Gefühlswelt, was auch bedeutet der Umgang mit seinen Mitmenschen auf einer Gefühlsebene, sein soziales Wesen in seinem Inneren bekommt eine Form indem er Gefühle entwickelt zu seinen nächst stehensten Menschen. Er entdeckt sein eigenes Ego, seinen eigen Willen und seine Kraft diesen durchzusetzen...sowie auch die Antwort auf diese, die manchmal auch verneint werden kann oder gegen seinen Willen geht. Das bedeutet dieses kleine Wesen hat allerhand zu verarbeiten Tag täglich...
Es ist WICHTIG VERÄNDERUNGEN auch wenn es kleine für uns sind wahrzunehmen die in seinem Leben eine GROSSE ROLLE SPIELEN, dies könnte zum Beispiel; weniger Spielzeit mit den Eltern/bzw. einen Elternteil da diese gerade eine anstrengen Situation durchmachen, Ernährungsveränderungen, Impfungen, Erkältungen, vielleicht trinkt er seit kurzem keine Milchflasche mehr oder wurde abgestillt (bzw. hat wieder Sehnsucht dannach, Kleinkinder haben bei Wachstumschüben kurzzeitig auch "Rückfälle",
neues Umfeld (eigenes Zimmer bekommen, Schlafplatz wurde verändert vielleicht, Geschwisterchen oder Cousine ist in sein Leben eingetreten, neue Kinder sind in sein Leben gekommen z.B. bei Dir etc.)
Es kann auch etwas "Kleines" sein wie dass von ihm erwartet wird, dass er gerade etwas schon können sollte, z.B. Verständnis haben, Teilen, Ruhig halten, klarere Ausprache, zuhören wann wir es wollen, etwas abgeben (Spielzeug, Schnuller) und er sich innerlich widerstrebt und diesem Ausdruck verleihen muss.
Oder es fehlt ihm, bzw. vermisst er jemanden/etwas was bisher in seiner Welt ihm wichtig ist und nicht bekommen kann (wie voher geschildert, genügend kuschln, ihm zuhören und mit ihm reden, die Mama, etc....)
Dies alles sind nur Anregungen um nochmals alles zu beobachten bevor man eine Entscheidung trifft um irgendein Heilmttel zu geben, da auch fúr dieses eine genauere Beschreibung seiner Anfälle gut wáre.
Ich danke dir für die
Ich danke dir für die ausführliche Antwort.
Sicher hat es mit Ängsten zu tun, wenn der kleine Kerl unvermittelt schreit. Was aber deren Ursache ist, finden die Eltern offensichtlich nicht heraus.
Große Veränderungen gibt es nicht, einen Nuckel hatte er nie und die Milchflasche ist schon lange weg- der Junge ist ja reichlich 2, 5.
Im Wohnumfeld und bei den Eltern hat sich nichts großes verändert.
Eine große Sache gibt es aber doch.
Das Kind hat in kurzer Zeit drei Freunde wegen Umzug verloren! Sie sind ins Flugzeug gestiegen und einfach aus seinem Leben geflogen. Wir sprechen oft über diese Kinder, damit sie nicht vergessen sind. Ob der Junge sehr an den Trennungen leidet? Darüber reden kann er nicht gut, denn mit der Sprache ist er noch nicht weit.
Am Tage ist er auch nie lange traurig, er ist immer schnell wieder froh, albert herum, knuddelt gern und viel und spielt mit viel Fantasie.
Wenn er aber in Not ist, darf ihn zur Zeit nur die Mutter trösten, nicht der Vater, den schubst er weg.
Aber auch das geht wieder vorbei.
Liebe Ninera, ich denke es
Liebe Ninera,
ich denke es wáre wichtig rauszufinden, unterm Tag indem sie mit ihrem Sohn spielt und redet ob es vielleicht irgendwo ein Thema gibt das er nicht ganz verarbeiten hat können alleine, vielleicht ausserhalb seiner Familie, KiGa, beim Babysitter, Spielplatz mit anderen Kindern, etc...erst wenn das klargestellt ist, woher seine Schreie kommen die er scheinbar erst nachts rauslassen kann (vielleicht sind es auch Ängste die er im Schlaf erlebt) würde ich an die Homöopatie greifen, bzw. vielleicht kónnte sie es auch erst mit Bachblüten ausprobieren...
gab es kürzlich denn eine Veränderung in seinem Leben oder Umstellung?
Ich wünsche der verzweifelten Mutter ganz viel Geduld und Liebe diese schwierige Zeit zu überwinden.