Ich betreue ein Kind, 2 Jahre, das panische Angst vor allen Tieren hat- vor Fliegen wie vor kleinen Katzen. Es hatte nach Aussage der Eltern kein traumatisches Erlebnis (in diesem Leben) mit einem Tier. Das Kind ist ein Frühchen gewesen.
Ich beobachte ansonsten ausnahmslos, wie unbefangen kleine Kinder an Tiere herangehen- an die Nachbarskatze, das Kaninchen, die Ziege im Streichelgehege, die Spinne oder die Ameisen im Wald.
Nur dieses Kind verfällt sofort in Panik. Kennt ihr so etwas? Wie kann ich damit umgehen?
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Kommentare
Angst vor Tieren, Frühgeburt
Liebe Ninera,
ich finde es interessant, dass du schreibst, dass das Kind, das so große Angst vor Tieren hat, zu früh geboren ist.
Wir gehen selbst mit allen Tieren / Lebewesen sehr achtsam um, haben selbst 2 alte Hunde und unser kleiner Sohn (bald 3 Jahre) bekommt das von Geburt an auch so mit. Er ist 4 Wochen zu früh und mit Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Er mag Tiere und findet sie auch interessant, aber er zeigt auch immer wieder Ängste und Unsicherheiten. Besonders wenn sich die Hunde plötzlich bewegen, auf ihn zukommen oder er sie im Nebenraum hört aber nicht sieht, reagiert er panisch und rennt weg. Ich hab dann Angst, dass er sich weh tut.
Ich habe die Information, dass frühgeborene Kinder häufig Schwierigkeiten mit der Reizverarbeitung haben. Wahrscheinlich können sie Tiere dadurch besonders schwer einschätzen. Zeigt dieses Kind auch andere Schwierigkeiten?
Wie du am besten helfen kannst, beschreibt die andere Antwort ohnehin sehr gut. Nur eine Anmerkung: Ich würde ein Kind bei Hunden nicht hochheben (= Boden unter den Füßen entziehen). Ich wüde mich dazwischenstellen und den Hund freundlich am direkten Kontakt mit dem Kind hindern. Insgesamt denke ich, dass es immer hilft, viele positive, einfühlende Informationen über das zu vermitteln, was Angst macht. Unser Sohn spricht darauf sehr gut an.
Liebe Grüße,
Heidi
Meine Tochter hatte etwa im
Meine Tochter hatte etwa im gleichen Alter panische Angst vor Ameisen, Fliegen, etc. Wahrscheinlich hatte ich irgendwann panisch auf eine Wespe reagiert und sie konnte diese kleinen Krabbeldinger dann nicht mehr einschätzen. ich habe auch schon bei anderen Kindern in dem Alter solche Ängste erlebt, z.B. vor wehenden Gardinen.
Ich würde die Angst auf alle Fälle ernst nehmen. Also nicht abtun oder bagatellisieren oder versuchen, das Kind zum Streicheln zu überreden. Eher einfach spiegeln. Je nach Sprachentwicklung auch nachfragen, was genau nun Angst Macht. Ansonsten Strategien zeigen, wie man mit der Angst umgehen kann, wir haben z.B. Ameisen, die ihren Sandburgen zu nahe kamen, mit der schaufel weggetragen oder weggepustet. Vielleicht auch erklären, daß das Kind ja viel größer und stärker ist.
Ansonsten würde ich einfach aufs gute Vorbild vertrauen, also selber unbefangen mit Tieren umgehen, Tee trinken und abwarten. Ach ja, und bei Hunden das Kind hochnehmen, wenn es das möchte. Wenn ein Hund auf mich zukäme, der genauso groß ist wie ich, würde ich mich auch erschrecken.