Samstag früh, es ist kurz nach 9 Uhr und ich freue mich darüber, auszuschlafen. Mein Handy liegt auf dem Nachtkästchen, es piepst. Eine SMS. Michaela schreibt „es geht los!“. Wenig später klingle ich an der Haustüre und höre Michaela schon tönen. Wir strahlen uns an, sprechen gar nicht, ich lege meine Hand auf ihre Schultern und atme mit ihr. Die Atmosphäre ist ruhig, gelassen und voller Vorfreude auf das Baby, das bald geboren wird, die Rollläden sind ein wenig heruntergelassen und die Sonne strahlt durch die Ritzen herein. Ich stelle meine Tasche auf die Seite und massiere Michaela in einer Wehenpause, streiche ihr sanft den schmerzenden Rücken aus und erzähle ihr, wie gut sie mit den Wehen umgeht.