Pestalozzi mit den Waisenkindern in Stans

"Glaube an dich selbst, Mensch!"

Johann Heinrich Pestalozzi – Ein großer Pädagoge

Mythos und Wahrheit um den Schweizer, nach dem zahlreiche Kindergärten und Schulen benannt sind und der international immer noch der bekannteste deutschsprachige Pädagoge ist. Pestalozzis langes Leben von 1746-1827 umfasste die großen Umbruchsjahre der europäischen Geschichte: Von den feudalistischen Strukturen des 18. Jahrhunderts hin zur Emanzipation des Menschen und zu demokratischen Strukturen in Staat und Gesellschaft. Zugleich offen für die Forderungen der Französischen Revolution und enttäuscht über deren Auswüchse, reflektierte er in seinen Schriften die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit. Was er geschrieben hat, kommt uns heute wegen der teils sehr bildreichen nicht pathosfreien Sprache und umständlichen Satzstruktur eher fremd vor und vieles ist inhaltlich noch der Zeit verhaftet. Wer den Zugang findet, liest aber oft auch eine sehr musikalische und kraftvolle Sprache.

Maria Montessori

"Ich versuche im Kind den Menschen zu entdecken"

Maria Montessori – Eine große Pädagogin

Über 100 Jahre ist es her, dass Maria Montessori ihre erste Casa dei Bambini eröffnete. Wer war diese Frau, die eine weltumspannende Bewegung begründet hat? Wie kam sie zur Pädagogik und wie war ihr eigenes Leben mit ihren Ideen verbunden? Wir begeben uns auf eine Spurensuche...

"Viele, die mich nicht verstanden haben, glauben, ich sei eine sentimentale Romantikerin, die nur davon träume, Kinder zu sehen, sie zu küssen, ihnen Märchen zu erzählen, dass ich Schulen besuchen möchte, um ihnen zuzusehen, sie ans Herz zu drücken und ihnen Karamellen zu schenken. Sie ermüden mich! Ich bin eine streng wissenschaftliche Forscherin, kein literarischer Idealist wie Roussseau. Ich versuche im Kind den Menschen zu entdecken, in ihm den wahren menschlichen Geist, den Plan des Schöpfers: die wissenschaftliche und religiöse Wahrheit zu sehen. Zu diesem Zwecke wende ich meine Studienmethode an, die das Wesen des Menschen respektiert. Ich brauche den Kindern nichts beizubringen. Sie sind es, die mich belehren, wenn man sie in eine günstige Umgebung bringt, sie offenbaren mir, solange ihre Seelen noch nicht verunstaltet sind, spirituelle Geheimnisse."