Über 100 Jahre ist es her, dass Maria Montessori ihre erste Casa dei Bambini eröffnete. Wer war diese Frau, die eine weltumspannende Bewegung begründet hat? Wie kam sie zur Pädagogik und wie war ihr eigenes Leben mit ihren Ideen verbunden? Wir begeben uns auf eine Spurensuche...
"Viele, die mich nicht verstanden haben, glauben, ich sei eine sentimentale Romantikerin, die nur davon träume, Kinder zu sehen, sie zu küssen, ihnen Märchen zu erzählen, dass ich Schulen besuchen möchte, um ihnen zuzusehen, sie ans Herz zu drücken und ihnen Karamellen zu schenken. Sie ermüden mich! Ich bin eine streng wissenschaftliche Forscherin, kein literarischer Idealist wie Roussseau. Ich versuche im Kind den Menschen zu entdecken, in ihm den wahren menschlichen Geist, den Plan des Schöpfers: die wissenschaftliche und religiöse Wahrheit zu sehen. Zu diesem Zwecke wende ich meine Studienmethode an, die das Wesen des Menschen respektiert. Ich brauche den Kindern nichts beizubringen. Sie sind es, die mich belehren, wenn man sie in eine günstige Umgebung bringt, sie offenbaren mir, solange ihre Seelen noch nicht verunstaltet sind, spirituelle Geheimnisse."