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Ausgespielt?

Ein Plädoyer für die Freiräume der Kindheit

Kindererziehung ist in. Sogar Tennisspieler Boris Becker hat inzwischen einen Erziehungsratgeber veröffentlicht. Buchhandlungen quellen über von Erziehungsratgebern, Prominente zeigen sich mit Neugeborenem auf der Titelseite von Magazinen und die Politik verspricht Bildungsgutscheine und bessere Kinderbetreuung. Allerorten ist der Förderwahn ausgebrochen, um das Kind, das mehr Prestigeobjekt ist als Familienmitglied, zu Hochleistungen anzuspornen.

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Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit vs. gegenwärtiges Glück?

Ein Gespräch mit William Crain

William Crain, Professor für Psychologie, Autor und Gesellschaftsaktivist spricht über seinen Ansatz der kindzentrierten Pädagogik und darüber, dass jedes Kind das Recht zum Spiel hat. Gerade heute ist dieses Thema wieder brennend aktuell und es ist wichtig die Diskussion um Lernen und Leistung der Schüler immer wieder neu zu führen und neu zu überdenken.
Über High-Tech-Geräte an modernen Schulen, verplante Nachmittage und die eigentliche Natur(verbundenheit) unserer Kinder…

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Wenn Kinder nicht gehorchen

„Wir müssen jetzt gehen" - oder doch nicht? – Fragen an Naomi

Woher wissen Sie, was Sie in einem bestimmten Alter von Ihrem Kind erwarten können? Meine Antwort lautet: beobachten Sie es. Was das Kind tut, ist der lebende Beweis dafür, was es tun sollte. Das Gleiche gilt auch für Sie: Sie tun die ganze Zeit Ihr Bestes und jeder Versuch von außen, Sie zu verändern, stört nur. Ihr Kind wird so schnell erwachsen wie es ihm möglich ist. Wenn jemand so schnell rennt wie er kann, kommt er durch Anschieben nur zu Fall.

Wie Säuglinge und Kleinkinder spielen

Wie Säuglinge und Kleinkinder spielen

Freies Spiel hilft unseren Kindern sich selbst und die Welt kennen zu lernen

Das Spielen von Säuglingen und Kleinkindern mag Erwachsenen manchmal unbedeutend erscheinen – so, als ob ihr Tun keinen Sinn ergäbe. In Wirklichkeit aber erkunden die ganz Kleinen auf diese Weise ihre Umgebung und lernen die Welt kennen. Wir können sie darin unterstützen, indem wir uns nicht in ihr Spiel einmischen, sondern ihnen freien Lauf lassen und sie aufmerksam beobachten.

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Narziss und Goldmund

Zwei Strategien für den Einstieg in die Arbeitswelt

Narziss und Goldmund sind Freunde in einem Roman von Hermann Hesse. Sie verkörpern zwei Prinzipien, zwei Arten die Welt zu erfahren. Narziss tritt dem Leben planvoll, mit Verstand und Wissenschaftlichkeit entgegen. Er lebt eine sesshafte und festgefügte Sicht auf die Welt. Goldmund ist ständig auf Wanderschaft. Er lässt sich vom Gefühl und von der Ästhetik leiten, treibt mit offenen Sinnen durch's Leben. Diese beiden Wege finden wir auch im Umgang mit der Arbeitswelt Die Narziss–Strategie wird von den meisten offiziellen Stellen angepriesen. Für leistungswillige und gut angepasste Menschen kann sie tatsächlich sehr erfolgreich sein. Es gibt jedoch immer mehr Menschen - vor allem junge Erwachsene – die auf diesem Weg in die Arbeitswelt scheitern. Die Goldmund–Strategie wird meist intuitiv gewählt, sie geschieht eher, als dass sie sich planen lässt.

Probiere es, und du wirst herausfinden wie es geht.

Die ganze Um-Welt erforschen

Wachstum im Spannungsfeld von Unterstützen und Nicht-Unterstützen

Wachstum geschieht rhythmisch und polar – ereignet sich im Spannungsfeld von Unterstützen und Nicht-Unterstützen, dem Ansprechen der Eigenaktivität, zwischen Gehaltensein und Ins-Eigene-Loslassen. Wachstum geschieht zwischen Fördern und Fordern, zwischen Gewähren und Verweigern, wenn es denn erforderlich ist. Wachstumsimpulse entstehen auch durch Aufgaben, die sich als Herausforderung darstellen, also etwas anfordern, das noch gar nicht entwickelt wurde oder manifest ist, eine Aufgabe, die eine kleine Spur zu groß ist, mit dem Glauben im Hintergrund: „Das kannst du schaffen, auch wenn du jetzt gerade noch nicht weißt, wie das geht – probiere es, und du wirst es herausfinden.“

Die Hand ausstrecken, anstatt den Zeigefinger heben

Autorität schafft Sicherheit, aber zerstört Intelligenz

Wer wirklich helfen will, sollte zu eigenständigem Denken anregen

Ihr wisst, was Autorität ist, aber wisst ihr auch, wie Autorität entsteht? Es gibt die Autorität des Staates, des Gesetzes, des Polizisten, des Soldaten. Eure Eltern und eure Lehrer üben eine gewisse Autorität über euch aus, sie bringen euch dazu zu tun, was ihr ihrer Meinung nach tun solltet – zu einer bestimmten Zeit ins Bett gehen, das Richtige essen, mit den richtigen Leuten zusammen sein. Sie disziplinieren euch, nicht wahr? Warum? Sie sagen, es sei zu eurem Besten. Ist es so? Wir werden uns das genauer anschauen.

Warum stecken sich Babys immer alles in den Mund?

Warum stecken sich Babys immer alles in den Mund?

Wie sich die Sinneswahrnehmung unserer Kinder, als Brücke zur Außenwelt, entwickelt

Sinneseindrücke sind unsere Brücke zur Außenwelt. Durch sensorische Informationen lernen Säuglinge die Welt kennen. Weil Wahrnehmung mit allen Lebensbereichen in Zusammenhang steht, ist ihr Lernen stark von ihrer Entwicklung und Ausprägung bestimmt. Nach und nach lernen Babys durch ihre Sinne Erfahrungen zu bewertenm, Schlüsse zu ziehen und beginnen so sich in der Welt zurechtzufinden.
Wenn wir erst einmal verstanden haben, wie unvoreingenommen die ganz Kleinen schmecke, fühlen, riechen, hören und sehen, wird uns klar, wie bewusst ihre Wahrnehmung stattfinden kann.

Freiheit Adler Frei sein Himmel

Frei sein

Ohne Angst ist Nachahmung nicht länger nötig

Wenn Kinder und junge Erwachsene Fragen stellen, selbst denken und ihre eigenen Wege gehen, werden sie einen freien Geist entwickeln. Sie werden verstehen wie sie selbst und ihr Geist funktionieren und es nicht länger nötig haben andere nachzuahmen und das zu tun, was sie glauben tun zu müssen. Sie klammern sich nicht länger an Dingen, Menschen oder Traditionen fest. Sie haben nicht länger Angst und werden glückliche und sinnerfüllte Menschen sein.

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Wird mein Kind genug lernen?

Wie unsere Kinder zu ausgeglichenen Menschen mit innerem Frieden werden

Es ist unser Wunsch, dass unsere Kinder das bekommen, was sie brauchen um zu selbstbewussten, intelligenten und glücklichen Erwachsenen zu werden. Doch wie können wir das erreichen? Was müssen wir ihnen dafür bieten? Schnell befürchten wir, dass unser Kind nicht genügend lernt, seine Zeit vor dem Fernseher verschwendet, oder hinter Gleichaltrigen zurückbleibt, falls wir ihm zuviel Freiraum lassen. Und oft machen uns schon jetzt Sorgen um ihre Zukunft – dabei ist es so wertvoll im Hier und Jetzt bei ihnen zu sein und ihre gegenwärtige Entwicklung zu betrachten.
Mithilfe des kindzentrierten Ansatzes können wir diesen Fokus ausbalancieren und lernen die besonderen Stärken der Kindheitsjahre wertzuschätzen. Dann können wir unseren Kindern die Gelegenheiten geben, ihren eigenen tiefen Interessen nachzugehen und sich mit Tätigkeiten zu beschäftigen, die ihnen am Herzen liegen – ohne das Vertrauen zu verlieren.