Schwanger Bauch Herzen Hände

Was macht eine Doula?

Viola Keeve berichtet in der Zeitschrift ELTERN über die Vertraute im Kreißsaal

Viola Keeve interviewte unsere Autorin Melanie Schöne darüber was eine Doula ist und was sie nicht ist. Ihr Artikel erschien in der März-Ausgabe 2012 der Zeitschrift „Eltern” und fasst gelungen zusammen, was eine Doula macht, woher diese Art von Geburtsbegleitung kommt und aus welchen Gründen sie sinnvoll ist.

Blumen Himmel

Hebammen und Doulas

Seit jeher wird die Gebärende von mehreren Frauen unterstützt

Immer wieder lese und höre ich davon, dass Hebammen Doulas als Konkurrenz empfinden. Doch dies entspricht keineswegs meinen persönlichen Erfahrungen. Ich gehe offen und freundlich auf Hebammen zu, wenn ich eine Frau zur Geburt begleite, ich zeige ihr, dass ich ihre Arbeit schätze und mein Interesse den Bedürfnissen der Gebärenden gilt und ich kein Interesse daran habe, in ihren Aufgabenbereich einzudringen. Sollte es Vorurteile geben, möchte ich damit gerne aufräumen und der Frage nachgehen, ob es Überschneidungen in den Tätigkeitsfeldern von Hebammen und Doulas gibt.

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Hausgeburt – Ja oder nein?

Erfahrungen und Gedanken einer Doula

Samstag früh, es ist kurz nach 9 Uhr und ich freue mich darüber, auszuschlafen. Mein Handy liegt auf dem Nachtkästchen, es piepst. Eine SMS. Michaela schreibt „es geht los!“. Wenig später klingle ich an der Haustüre und höre Michaela schon tönen. Wir strahlen uns an, sprechen gar nicht, ich lege meine Hand auf ihre Schultern und atme mit ihr. Die Atmosphäre ist ruhig, gelassen und voller Vorfreude auf das Baby, das bald geboren wird, die Rollläden sind ein wenig heruntergelassen und die Sonne strahlt durch die Ritzen herein. Ich stelle meine Tasche auf die Seite und massiere Michaela in einer Wehenpause, streiche ihr sanft den schmerzenden Rücken aus und erzähle ihr, wie gut sie mit den Wehen umgeht.

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Sich entspannen, auch wenn es stürmisch ist

Was spüren Sie? Was hören Sie? Was ist da?

Wenn man plötzlich Mutter ist, ändert sich alles auf einen Schlag! Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Kind können eine besonders schwierige, aber auch eine unglaublich befriedigende Zeit sein. Die schnellen Veränderungen in Ihrem Körper, in Ihrem Lebensstil, in Ihren Beziehungen, in Ihrer Arbeit, ja Ihres ganzen Wesens verlangen möglicherweise eine gewisse Beweglichkeit, als liefen Sie bei einem Hindernisrennen mit oder trainierten für einen Marathon. Wie gehen wir am besten mit dieser neuen Situation um?

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Wie Dein Kind Dir hilft Deine Intuition zu stärken

Wie der Dichter Hermann Hesse es beschrieben hat, wohnt jedem Anfang ein Zauber inne, eine Freude, eine Euphorie, die uns weiterträgt, wenn der Anfang erst einmal gemacht ist. Zugleich steht an jedem Anfang eine Vielzahl offener Fragen. Du kennst das Menschenwesen noch nicht, das jetzt vor dir liegt. Du kennst das Mutterwesen nicht, das in dir entstanden ist. Und du kennst den Weg nicht, auf dem ihr gehen werdet.

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Was gehört zu einem guten Anfang?

Zu Hause mit einem Neugeborenen ankommen

Die ersten Tage, Wochen und Monate sind meistens sehr turbulent. Gefühle der Erleichterung und Freude gemischt mit Zweifeln, Ängsten, Unsicherheiten, Verzweiflung, Müdigkeit und immer wieder Müdigkeit. Die Erschöpfung bewirkt, dass alle Eltern sich fragen: „Mache ich es richtig? Warum ist mein Baby so unruhig? Warum kann ich es nicht beruhigen, was mache ich falsch?“
Ich würde junge Eltern wirklich gerne beruhigen, besonders Mütter, und ihnen sagen, dass fast alle jungen Eltern diese Gefühle kennen. Nie zuvor hat sich Ihr Leben so einschneidend verändert. Dieser geliebte Eindringling hat Ihre Prioritäten, Ihren Tagesablauf und Ihren Rhythmus durcheinander gebracht; Sie können nicht länger essen, wenn Sie hungrig sind, oder schlafen, wenn Sie erschöpft sind.

Die Geburt - Ein Neuanfang

Offen sein, für jeden Augenblick

Die Stärke und Intensität der Wehen zwingt uns, in jedem einzelnen Augenblick gegenwärtig zu sein. Die Wehen verlaufen bei jeder Frau völlig anders. Wie sie verlaufen werden, lässt sich nie im voraus sagen. Sie haben immer einen ganz individuellen Rhythmus und ein individuelles Tempo. Manchmal werden Wehen und Geburt von einem ruhigen, geradezu sakralen Gefühl begleitet. Alle Anwesenden erfüllen ihre Aufgabe, die Wehen nehmen ihren Lauf, und schließlich wird das Baby geboren. Die Geburt kann aber auch einer rasenden Komödie gleichen, bei der alles so schnell geschieht, dass alle Beteiligten hektisch umherlaufen.

Körperliche und emotionale Veränderungen

Eine langsamere, empfänglichere Art des „Seins“

Schwangerschaft – Körperliche und emotionale Veränderungen

Die vielen körperlichen und emotionalen Veränderungen während der Schwangerschaft, eröffnen uns einzigartige Möglichkeiten, intensiv an der Entwicklung von Achtsamkeit zu arbeiten – indem wir uns unserer Erfahrung bewusst sind, indem wir wach sind für das, was wir brauchen und für das, was uns guttut, indem wir unsere Erwartungen und Vorstellungen beobachten, indem wir unsere Fähigkeit zu akzeptieren ebenso entwickeln wie Güte und Mitgefühl, insbesondere uns selbst und unserem Baby gegenüber, und indem wir Gefühle tiefer Verbundenheit zulassen.

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Achtsames Windelwechseln

Eine Übung um die Bindung zu Ihrem Baby zu festigen

Manchmal macht Windelwechseln Spaß, wenn das Baby gurrt und Sie anlächelt; manchmal windet sich das Kind ständig hin und her und Sie versuchen mühsam, die Windel irgendwie anzuziehen; manchmal ist es wahnsinnig komisch und manchmal stinkt es einfach nur. Windelwechsel sind häufige Gelegenheiten, den Kontakt und die Bindung zu Ihrem Baby zu festigen, ihm in die Augen zu sehen, Hautkontakt zu erleben und Ihre Fähigkeit zu vermitteln, auch angesichts von unangenehmen Erlebnissen im Hier und Jetzt verwurzelt zu bleiben. Das gilt auch (vielleicht sogar ganz besonders) für Situationen, in denen Sie Ihr Kind auf einem Wickeltisch in einer öffentlichen Toilette wickeln müssen – die Umstände brauchen nicht perfekt zu sein.

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Die Welt durch den Bauch erleben

Gefühle und Denken der Mutter wirken auf die Gene des Fötus – Eine Perspektive aus der Neurobiologie

Bruce Lipton im Gespräch mit Michael Mendizza

Das körperliche System ist durch und durch wandelbar! Gene sind nicht fest und starr, so wie wir das noch vor Jahren glaubten. Im Kontakt mit der Außenwelt haben wir Einfluss auf unseren Körper und unsere Glaubenssätze. Das Unglaubliche ist, dass dieser Kontakt schon im Mutterleib stattfindet – so wirkt sich das Sein und Fühlen der Mutter während der Schwangerschaft schon auf das Sein und Fühlen des Fötus aus.