Laut der Psychologin Elaine Aron, einer Pionierin auf dem Gebiet der Hochsensibilität, sind etwa 15 % der Menschen HSP, Highly Sensitive Persons. Das bedeutet zunächst einmal nur, dass diese Kinder eine andere Reizschwelle haben als andere. Sie nehmen überdurchschnittlich viele Reize auf und sind folglich schneller überreizt als andere. Segen und Fluch zugleich.
Da sie so viel und vielfältig wahrnehmen, sind hochsensible Kinder schneller überfordert, brauchen mehr und längere Ruhe- und Verarbeitungsphasen und sind in vielerlei Hinsicht einfach anders. Hochsensibel meint also nicht eine höhere emotionale Kompetenz, sondern zunächst einmal eine neurologische Besonderheit.