Mein 4,5 Jähriger Sohn, Josef ist ein entdeckungsfreudiges Kind, mittlerweile großer Bruder von Siruan knapp 2 Jahre. Ich lese mit Freude seit vielen Jahren die Zeitschrift "Mit Kindern wachsen" und ich versuche im Alltag mit meinen Kindern Respektvoll umzugehen und mit ihnen gemeinsam zu wachsen. Ich bin auch froh Das wir hier in Graz einen Kindergarten haben der nach diesen Prinzip die Kinder begleitet. Diesen besucht Josef seit Herbst letzten Jahres.
Es gibt zum Glück nicht allzuviele Situationen in denen ich mich ratlos oder verlohren Fühle, ich bin also eher passiv in diesem Forum , lese ab und zu mal rein und bin sehr oft dankbar für Inspiration.
Ich würde gerne eure Meinung zu folgendem Problem höhren.
Eine Herausforderung war es für mich immer schon wenn Josef in seine Frustration (verschiedener Ursache,) angefangen hat mich bzw. seinen Papa zu hauen treten etc. als er noch klein war - sagte ich ihm klar dass ich das ich möchte und dass mir das weh tut. wenn er nicht aufhöhrte war. woollte ich ihn einerseits nicht einfach mit der Situation alleine lassen und zb. in ein anderes Zimmer gehen - andererseits wollte ich natürlich nicht adss er er damit weitermachte. So blieb ich bei ihm und wenn er nicht aufhöhrte hielt ich ihm fest - und wartete bis er aufhöhrte und sich beruhigte. dann redeten wir noch darüber, ich sagte ihm dass ich ihn liebe und dass ich nicht wollte dass er jemandem weh tut. mittlerweile ist er 4 einhalb und diese Situationen wiederholen sich immernoch. Wenn er überfordert ist schafft er es anscheinend nicht sich anders auszudrücken . ER stößt an eine Grenze oftmals kann er sie akzeptieren und oft kommt daruaf der Satz "Mama,dann hau ich dich aber!"
Er weiß dass für uns (Eltern wie Kinder) die gleichen Regel gilt , also wir tun ihm nicht weh und er uns nicht , aber in so einer Situation sagt er dann "Ich darf aber alles, und du nicht!"
Ich weiß wirklich nicht mehr wie ich darauf reagieren soll wenn er seinen Willen mit Gewalt durchsetzten will.
Auf keinen Fall will ich ihn mit seinen Gefühlen alleine lassen. Bei ihm bleiben ist aber auch schwierig.
Dazu muss ich sagen dass solche Situationen nicht allzu häufig sind , aber alle 14 Tage kommt sowas schon vor.
Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen?
Da Josef jetzt nicht mehr so klein wird und sonst durchaus respektvoll mit anderen umgehen kann ( Im KIga zum Beispiel ist sowas noch nie vorgekommen) erstaunt und schockiert mich solches Verhalten immer wieder.
Klarheit ist denk ich sehr wichtig, und auch Verständnis für seine Gefühle. Dies versuch ich ihm zu vermitteln :es ist okay wie du dich fühlst aber du darfst anderen trozdem nie wehtun.
Ich bin dankbar für Anregungen.
Alles Liebe, Verena
Grenzen
Hallo Verena,
Dein Bericht klingt für mich nach einem Hilferuf, da Du ratlos bist?
Ich verstehe sehr gut, das es anstrengend ist die Wutausbrüche ? Deines Sohnes auszuhalten.
Gut finde ich, das Du ihm nicht davon läufst, ihn also wirklich trotzdem nah bist, wenn er sich so verhält.
Ich verstehe nur nicht, was hinter dem Hauen steckt?
Darf er wirklich alles?
Wo sind Deine Grenzen? (Es tut Dir doch anscheinend weh, sonst würdest Du ihm das ja nicht auch sagen?)
Vielleicht hat er im Kindergarten ja schon die Erfahrung sammeln können, das hauen einander nicht wirklich näher bringt?!
Ich finde so sehr man sein Kind auch liebt, man darf sich nicht selbst opfern.
Auch die Achtsamkeit für Dich selbst ist wichtig..
LG Martina
Ja anstrengend ist es ,
Ja anstrengend ist es , vorallem das sich allles wiederholt so dass ich mir manchmal denke es ist umsonst dass ich mit hm darüber rede ..
aber ich lass mich natürlich nicht hauen und treten! ich bleibe bei ihm halte ihn aber fest - sodass er mir und niemandem sonst wehtun kann. manchmal gehts ja auch um seinen kleineren bruder. ich habe dass gefühl dass er so eine möglichkeit hat seine ganze energie zu entladen , und dann zur ruhe kommt und erst dann reden wir darüber - im wutausbruch selbst bringt es meiner meinung nach wenig zu diskutieren.
lieber wäre mir natürlich wenn er diese entladung anders ausleben würde...
es stimmt dass man nicht auch die achtsamkeit vor sich selbst vergessen solte!
alles liebe verena