Väter bei der Geburt  - Robin Grille

Väter bei der Geburt

Eine lebensverändernde Erfahrung, die zu einer erstaunlichen Revolution beigetragen hat

Väter spielen während der Geburt ihres Kindes eine unschätzbare Rolle. Auch wenn sie nicht, so wie die Mutter, direkt mit dem Kind verbunden sind, produziert ihr Körper dadurch, dass sie unterstützend in der Nähe sind, auch Oxytocin und Prolaktin. Die emotionale Verbindung zur Partnerin und zum Baby hat einen starken und transformativen Effekt auf die Väter und dieser kann biochemisch nachgewiesen werden.

Erinnere Dich an Deinen eigenen, unverwechselbaren Klang

Von Klängen getragen

Erinnere Dich an Deinen eigenen, unverwechselbaren Klang

Der Klang der mütterlichen Stimme ist jedem hörenden Baby vom ersten Tag an zutiefst vertraut. Schon im Mutterleib haben wir alle auch die Erfahrungen gemacht, dass Stimme und Stimmungen miteinander verknüpft sind. Nach der Geburt wird die Stimme der Mutter und der Menschen, die der Mutter vertraut sind, zu einem Band zwischen dem Sein vor der Geburt und dem Dasein nach der Geburt. Sobonfu Somé beschreibt in ihrem Buch „In unserer Mitte – Kinder in der Gemeinschaft“, dass werdende Mütter in Afrika traditionell von Klängen und Gesängen begleitet und unterstützt werden. Kommt ein Baby dann auf die Welt, versammeln sich die zwei- bis fünfjährigen Kinder vor dem Geburtsraum und warten, um den ersten Schrei des Babys zu erwidern und es so wissen zu lassen, dass es am richtigen Ort angekommen ist – auf der Erde und in einer Gemeinschaft.

Die Kunst, sein Kind schlafen zu lassen

Die Kunst, sein Kind schlafen zu lassen

Schlafen, Alleinsein, Finsternis

Für ein Kind gibt es nichts Schlimmeres, als den Schutz und die elterliche Geborgenheit zu verlieren. Mit der Finsternis der Nacht reißt die Gewissheit ab, dass der elterliche Schutz gegeben ist. Nichts ist leichter verständlich, als dass sowohl das Einschlafen als auch das nächtliche Aufwachen für ein Kind mit Angst verbunden ist.

Wunder der Bewegung

Was wir von unseren Kindern lernen, wenn wir ihnen Raum für ihre Entwicklung geben

Aller Anfang ist Bewegung. Ohne Bewegung wäre es unseren Kindern nicht möglich, sich selbst, ihr Gegenüber und ihre Umwelt zu erkunden und die Möglichkeiten kennenzulernen, sich zu dieser Umwelt zu verhalten und den eigenen Platz darin zu finden.

Damit ein kleines Kind in Bewegung kommt braucht es eine Vielzahl von inneren und äußeren Impulsen. Wenn Babys ihre eigenen Hände oder Füße entdecken reicht es ja nicht, diese nur zu sehen. Wir müssen den Kindern auch die Gelegenheit geben zu erkennen, dass ihre Füsse beweglich sind, dass sie dem eigenen Willen gehorchen und dass man mit ihnen wunderbare Dinge anfangen kann – zum Beispiel genussvoll an den Zehen lutschen.

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Auf dem Rücken liegen und sich frei bewegen

Bewegungsentwicklung in den ersten Monaten

Ganz kleine Babys fühlen sich wohler und können sich freier bewegen, wenn man sie auf den Rücken legt statt auf den Bauch. Wir können darauf vertrauen, dass es sich selbst umdreht, sobald es bereit dazu ist. Bis dahin haben wir die Möglichkeit die kleinen Fortschritte unseres Babys zu verfolgen und uns an ihnen zu erfreuen.

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Fragende Hände am Wickeltisch

Eine Chance in offenen, wohlwollenden und zärtlichen Kontakt mit unserem Kind und uns selbst zu kommen

Die meisten Eltern, die mit ihren Babys in den Mit-Kindern-wachsen-EntdeckungsRaum kommen, haben schon erlebt, dass Pflege nicht nur Wickeln, Anziehen und Waschen bedeutet, sondern dass die Zeit am Wickeltisch immer wieder die Chance eröffnet, intensiven Kontakt miteinander aufzunehmen. Aus Berührungen, Augenkontakt, Bewegungen und Worten kann ein Zusammenspiel entstehen, das Babys und Eltern zu tiefer Freude und Intensität führt.

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Sich entspannen, auch wenn es stürmisch ist

Was spüren Sie? Was hören Sie? Was ist da?

Wenn man plötzlich Mutter ist, ändert sich alles auf einen Schlag! Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Kind können eine besonders schwierige, aber auch eine unglaublich befriedigende Zeit sein. Die schnellen Veränderungen in Ihrem Körper, in Ihrem Lebensstil, in Ihren Beziehungen, in Ihrer Arbeit, ja Ihres ganzen Wesens verlangen möglicherweise eine gewisse Beweglichkeit, als liefen Sie bei einem Hindernisrennen mit oder trainierten für einen Marathon. Wie gehen wir am besten mit dieser neuen Situation um?

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Achtsames Windelwechseln

Eine Übung um die Bindung zu Ihrem Baby zu festigen

Manchmal macht Windelwechseln Spaß, wenn das Baby gurrt und Sie anlächelt; manchmal windet sich das Kind ständig hin und her und Sie versuchen mühsam, die Windel irgendwie anzuziehen; manchmal ist es wahnsinnig komisch und manchmal stinkt es einfach nur. Windelwechsel sind häufige Gelegenheiten, den Kontakt und die Bindung zu Ihrem Baby zu festigen, ihm in die Augen zu sehen, Hautkontakt zu erleben und Ihre Fähigkeit zu vermitteln, auch angesichts von unangenehmen Erlebnissen im Hier und Jetzt verwurzelt zu bleiben. Das gilt auch (vielleicht sogar ganz besonders) für Situationen, in denen Sie Ihr Kind auf einem Wickeltisch in einer öffentlichen Toilette wickeln müssen – die Umstände brauchen nicht perfekt zu sein.

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Was passiert im „Mit-Kindern-wachsen-EntdeckungsRaum“?

Eine harmonische Beziehung zu unseren Kindern aufbauen und sie angemessen ins Leben begleiten

Der Mit-Kindern-wachsen-EntdeckungsRaum stellt eine geradezu ideale Möglichkeit dar, auf die individuellen Fragen der Eltern einzugehen, einen Erfahrungsraum zur Verfügung zu stellen, in dem sie neue Wege im Umgang mit ihren Kindern kennenlernen, sich austauschen und gegenseitig bestärken können.

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Vom Glück, weinen zu dürfen

Wie wir mit den Tränen unserer Kinder umgehen können

Wenn ein uns nahe stehender Mensch traurig ist, mit den Tränen kämpft oder weint, dann ist unser erster und stärkster Impuls: Wir wollen trösten. Wir wollen möglichst schnell erreichen, dass unser Gegenüber wieder froh ist und mit den Gefühlsäußerungen, die uns berühren, aufhören kann. Wir wollen die Tränen wegmachen. Was aber löst das in unseren Kindern aus und gibt es noch andere Möglichkeiten mit Tränen umzugehen?