Einfach so

Einfach so

Ein Nachmittag in der Kreativwerkstatt: die Kinder (6 – 8 Jahre) sitzen am Tisch und machen Farbexperimente. Mit Schwämmchen tragen sie Farbe auf, nebeneinander, übereinander und fahren dann mit Bürsten und Schabern drüber. Sie sind begeistert über die unterschiedlichen Strukturen und Effekte, die dabei entstehen.

Wettkampf versus Kreativität

Wo hältst Du Dich auf?

Wir zivilisierten Menschen scheinen süchtig nach Wettkampf zu sein; davon besessen, zu wissen, wer der Beste und Schlechteste ist, wer am meisten und wer am wenigsten hat, wer die Gewinner und wer die Verlierer sind. In unserer Kultur wird fast alles im Rahmen von Konflikt und Wettbewerb betrachtet. „Tanzt Du gerne? Dann solltest Du mal an einem Tanzwettbewerb teilnehmen!“ Stück für Stück – beginnend in unserer Kindheit – wurde uns beigebracht, dass nichts wirklich etwas taugt, wenn es nicht zu irgendeiner Art von Wettbewerbsvorteil führt.

Den eigenen Raum wahren

Den eigenen Raum wahren

Eine Betrachtung aus körpertherapeutischer Sicht

Mona und Marvin, beide ca. 2 Jahre, wollen rutschen, auf einem Brett, das an einem Dreieckständer eingehängt ist. Mona ist schon hochgeklettert und braucht Raum, um auf das lange Brett zum runterrutschen zu kommen. Marvin ist ihr dicht auf den Fersen, zu dicht. Mona dreht sich um, sieht ihm fest in die Augen und sagt sehr bestimmt: „Nein“. Und Marvin geht zurück. Ihr Nein ist angekommen. Nicht immer geht es so einfach und klar. Manche Kinder geraten fast in Panik oder verzweifeltes Geschrei und Abwehren, wenn ihnen etwas zu eng wird, oder es nicht so geht wie sie möchten. Wie z. B. Jonas, auch 2 Jahre, der nicht will, dass Sarah in das Haus geht, wo er gerade spielt. Er gerät in Panik, schreit „Nein“, stampft verzweifelt mit den Füßen und zittert am ganzen Körper, spricht Sarah aber gar nicht direkt an. Wie kommt es, dass Kinder so um ein „Nein“ kämpfen müssen? Fehlt Ihnen die Erfahrung, dass ihr „Nein“ akzeptiert wird? Mussten sie sich schon zu oft anpassen? Oder ist es Temperamentsache?

Kind Arm Selbständigkeit schüchtern

Mangel an Selbständigkeit?

Wie man mit der Anhänglichkeit eines Kind umgehen kann – Fragen an Naomi

Ist ein Kind unselbständig, wenn es die ganze Zeit bei uns sein will? Viele Menschen glauben, ein Kind muss Dinge alleine ohne Mama und Papa unternehmen, damit es Selbständigkeit entwickeln kann. Aber bei der Entwicklung von Selbständigkeit und Selbstvertrauen kommt es vielmehr darauf an, eigene Entscheidungen zu treffen und autonom und authentisch zu handeln, egal was andere davon denken. Solange das Kind seiner inneren Stimme folgt, brauchen wir uns nicht verunsichern lassen – im Gegenteil, wir sollten es aufmerksam begleiten und unser eigenes Selbst-Vertrauen leben.

Kinder haben nichts Böses im Sinn

Kinder haben nichts Böses im Sinn, sie sehen die Welt nur mit anderen Augen

Michel aus Lönneberga hat nicht nur Quatsch gemacht

Mein Sohn Emil, fünf Jahre alt, sagte mir eines Tages beim Abendbrot über seinen verehrten Freund, Michel aus Lönneberga: „Der Michel hat nicht nur Quatsch gemacht, sondern auch gute Sachen.“ Emil identifizierte sich mit dieser Figur. Was meinte er damit? Es schien, als konnte er Michel sehr gut verstehen und nachfühlen, wie es ihm ergangen war. So als wollte er sagen: „Ich mache auch hin und wieder Quatsch, aber ich mache mit meinen fünf Jahren auch viele gute Sachen“. Ein Blick ins Buch verrät uns mehr über den Schabernack unserer eigenen Kinder...

Baby in Kinderwagen

Wie das Neue in die Welt kommt

Elternberatung und Theorie U

Eltern darin zu unterstützen, wie sie ihren eigenen Weg und ihre eigenen Lösungen finden können, geht einher mit ihrer Fähigkeit, das Kind seinen eigenen Weg finden zu lassen. Es wird sich immer wieder ein neues Gleichgewicht einstellen, eine neue Balance. Ein wichtiges Element davon ist es, sich eine gewisse Offenheit zu erarbeiten. Zunächst eine Situation (und sich selbst) zu beobachten, zu beobachten und wieder zu beobachten und dann erst den nächsten Schritt zu machen: zu interpretieren. Die Aufmerksamkeit zu schärfen. Und es ist auch eine Offenheit angesprochen, bislang ungedachte Möglichkeiten und Wege zu erspüren, wahrzunehmen und Kreativität zuzulassen.

Das kindliche Geheimnis des Schauens Mädchen Augen

Das kindliche Geheimnis des Schauens

Die große Kraft der Verbindung und wie wir von unseren Kindern lernen, wieder mit dem Herzen zu sehen

Als Erwachsene begegnen wir im Zusammensein mit kleinen Kindern manchmal ihrem tiefen ruhenden Blick, mit dem sie uns und alles, was in ihrer Umwelt vorgeht, betrachten. Dieses Schauen scheint grenzenlos zu sein und es kommt vor, dass wir Erwachsene geradezu unruhig werden und es uns schwer fällt, diesem ernsthaften Blick, der alles zu sehen scheint, auch das Unsichtbare, auszuhalten. Von Kindern geht ein tiefes, vielleicht auch verwundertes Schauen aus, eine vollkommene Wahrnehmung, die mehr zu erfassen scheint, als Augen sehen können.

Achtsamkeit in der Montessori-Pädagogik Blume Lienhard Valentin Dörte Westphal

Achtsamkeit in der Montessori-Pädagogik

Was braucht es um den Entwicklungsprozess unserer Kinder zu unterstützen?

Es gibt pädagogische Konzepte, die uns inspirieren und auf dem Weg mit Kindern unterstützen können. Jede Pädagogik birgt allerdings auch die Gefahr, dass wir uns automatisch an Regeln halten und den wirklichen Kontakt zu den Kindern und uns selbst verlieren. Wie können wir unbewusste Gewohnheiten und Handlungsmuster erkennen, sie ablegen und uns voll und ganz auf die Kinder einstimmen? Hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel.

Einfach mal die Perspektive wechseln

Mit den Augen Ihres Kindes

Ein Werkzeug verständnisvoller zu sein

Kennen Sie "Perspektivenübernahme"? Das ist ein hilfreiches Werkzeug, wenn wir die Welt mit unseren Kindern gemeinsam erforschen wollen.
Sie hilft uns, herauszufinden, was wirklich los ist. Durch sie bekommen wir Informationen, die uns helfen können, mehr in die Tiefe zu gehen, statt nur auf das Verhalten des Kindes zu reagieren und sie macht uns geduldiger gegenüber den Launen unserer Kinder.

Kind geschminkt Wut Mädchen Wutanfall

Wutanfall als Heilungsprozess

Wie wir unser Kind mit Liebe begleiten können

Ein Kind, das einen Wutanfall bekommt, fühlt sich hilflos und braucht Autonomie und ein Gefühl der Würde. Es muss in der Lage sein, sein Leben selbst nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten. Wenn wir über das Kind bestimmen, können wir dadurch den Wutanfall auslösen. Manchmal ruft uns ein Wutanfall aber auch dazu auf, unsere Aufmerksamkeit einem bestimmten Problem zuzuwenden und manchmal muss das Kind einfach heftige Gefühle herauslassen, die etwas betreffen, was wir nicht ändern können. Dann braucht es nur unsere liebevolle Aufmerksamkeit. Wenn der Wutanfall Teil des Heilungsprozesses ist und wir das Kind beschwichtigen, oder ihm seine Wut auszureden versuchen, durchkreuzen wir die Heilung.