Eingehen: Michele Cassou

Eingehen

Wie wir die Selbstsicherheit unserer Kinder fördern

„Nur wer riskiert, zu weit zu gehen, kann möglicherweise herausfinden, wie weit man gehen kann.“
T.S. Eliot

Einfach so

Einfach so

Ein Nachmittag in der Kreativwerkstatt: die Kinder (6 – 8 Jahre) sitzen am Tisch und machen Farbexperimente. Mit Schwämmchen tragen sie Farbe auf, nebeneinander, übereinander und fahren dann mit Bürsten und Schabern drüber. Sie sind begeistert über die unterschiedlichen Strukturen und Effekte, die dabei entstehen.

Wettkampf versus Kreativität

Wo hältst Du Dich auf?

Wir zivilisierten Menschen scheinen süchtig nach Wettkampf zu sein; davon besessen, zu wissen, wer der Beste und Schlechteste ist, wer am meisten und wer am wenigsten hat, wer die Gewinner und wer die Verlierer sind. In unserer Kultur wird fast alles im Rahmen von Konflikt und Wettbewerb betrachtet. „Tanzt Du gerne? Dann solltest Du mal an einem Tanzwettbewerb teilnehmen!“ Stück für Stück – beginnend in unserer Kindheit – wurde uns beigebracht, dass nichts wirklich etwas taugt, wenn es nicht zu irgendeiner Art von Wettbewerbsvorteil führt.

Wunder der Bewegung

Was wir von unseren Kindern lernen, wenn wir ihnen Raum für ihre Entwicklung geben

Aller Anfang ist Bewegung. Ohne Bewegung wäre es unseren Kindern nicht möglich, sich selbst, ihr Gegenüber und ihre Umwelt zu erkunden und die Möglichkeiten kennenzulernen, sich zu dieser Umwelt zu verhalten und den eigenen Platz darin zu finden.

Damit ein kleines Kind in Bewegung kommt braucht es eine Vielzahl von inneren und äußeren Impulsen. Wenn Babys ihre eigenen Hände oder Füße entdecken reicht es ja nicht, diese nur zu sehen. Wir müssen den Kindern auch die Gelegenheit geben zu erkennen, dass ihre Füsse beweglich sind, dass sie dem eigenen Willen gehorchen und dass man mit ihnen wunderbare Dinge anfangen kann – zum Beispiel genussvoll an den Zehen lutschen.

Kinder haben nichts Böses im Sinn

Kinder haben nichts Böses im Sinn, sie sehen die Welt nur mit anderen Augen

Michel aus Lönneberga hat nicht nur Quatsch gemacht

Mein Sohn Emil, fünf Jahre alt, sagte mir eines Tages beim Abendbrot über seinen verehrten Freund, Michel aus Lönneberga: „Der Michel hat nicht nur Quatsch gemacht, sondern auch gute Sachen.“ Emil identifizierte sich mit dieser Figur. Was meinte er damit? Es schien, als konnte er Michel sehr gut verstehen und nachfühlen, wie es ihm ergangen war. So als wollte er sagen: „Ich mache auch hin und wieder Quatsch, aber ich mache mit meinen fünf Jahren auch viele gute Sachen“. Ein Blick ins Buch verrät uns mehr über den Schabernack unserer eigenen Kinder...

Mädchen Offen für den Augenblick Knie

Offen für den Augenblick

Über die Kunst des Spielens

Als ich anfing mit kleinen Kindern zu spielen, wusste ich überhaupt nicht, was ich da tat. Ich legte mich einfach zu ihnen auf den Boden, beobachtete sie und hörte ihnen zu. Ich nahm wahr, dass ihre Bewegungen nicht zufällig oder chaotisch waren, sondern eine gewisse Eleganz hatten. Sie waren der sichtbare Ausdruck einer unsichtbaren Anmut. Ihre Hände griffen nicht fest zu und klammerten sich nicht an anderen fest. Ihr Streicheln schien von einer entspannten Leichtigkeit zu sein. Sie umarmten sich, während sie ineinander rannten und übereinander wegrollten. Ich spürte, dass sie Ruhepausen einlegten, die so kurz waren, dass sie praktisch gar nicht auffielen. Mit schnellen Blicken, einem kurzen Lächeln und Berührungen ihrer offenen Hände luden sie mich ein mitzuspielen.

Kind Konfetti Spiel

Wie Kinder die Welt kennenlernen

Gedanken zum Spiel

Spiel ist essentiell im Leben eines Kindes. Kinder spielen überall und mit allem, was sie finden. Im Spiel kommt das Kind in Kontakt mit der Welt um sich herum. Im Spiel gestaltet es seine eigene kleine Welt. Sein Spiel bewegt sich zwischen Nachahmen, Experimentieren und eigenem Gestalten. Situationen und Geschehnisse, die die Kinder erlebt haben, Tagtägliches, Besonderes, alles was sie sehen und hören oder emotional berührt, wird nachgespielt.

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Auf dem Rücken liegen und sich frei bewegen

Bewegungsentwicklung in den ersten Monaten

Ganz kleine Babys fühlen sich wohler und können sich freier bewegen, wenn man sie auf den Rücken legt statt auf den Bauch. Wir können darauf vertrauen, dass es sich selbst umdreht, sobald es bereit dazu ist. Bis dahin haben wir die Möglichkeit die kleinen Fortschritte unseres Babys zu verfolgen und uns an ihnen zu erfreuen.

Wettkampf Konkurrenz Kinder Judo

Gesunder Wettkampf?

Wieso Konkurrenz unseren Kindern schadet

Es mag extrem klingen, aber manche Dinge sind nicht nur deshalb schlecht, weil sie übertrieben werden. Manche Dinge sind an sich destruktiv. Wettkampf, was bedeutet, dass jemand nur Erfolg haben kann, wenn andere unterliegen, ist eines dieser Dinge.

Mutter Kind Junge Natur

Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit vs. gegenwärtiges Glück

Ein Gespräch mit William Crain

William Crain, Professor für Psychologie, Autor und Gesellschaftsaktivist spricht über seinen Ansatz der kindzentrierten Pädagogik und darüber, dass jedes Kind das Recht zum Spiel hat. Gerade heute ist dieses Thema wieder brennend aktuell und es ist wichtig die Diskussion um Lernen und Leistung der Schüler immer wieder neu zu führen und neu zu überdenken.
Über High-Tech-Geräte an modernen Schulen, verplante Nachmittage und die eigentliche Natur(verbundenheit) unserer Kinder…