Das Schlaf-Wach-Muster von Babys unterstützen
Aktualisiert: vor 5 Tagen

Kleine Kinder schlafen nicht acht Stunden und sind dann den ganzen Tag wach, wie die meisten Erwachsenen. Sie schlafen ein, dann sind sie wieder ein bisschen wach, danach schlafen sie wieder ein. Es ist nicht immer leicht auf den natürlichen Rhythmus Rücksicht zu nehmen, aber wenn das Baby sich an eine wiederkehrende Abfolge gewöhnen kann, hilft uns die Biologie des Körpers.
Sowohl die Menge als auch das Muster des Schlafes sind von Kind zu Kind verschieden und verändern sich natürlich auch, wenn ein Kind heranwächst.
Alles, was mit Ihrem Baby während des Tages geschieht, kann sein Schlafmuster beeinflussen. Kleine Babys werden während des Tages oft müde und wørden einschlafen, wenn man sie nicht ablenkte. Wenn Eltern sich øber das Schlafmuster ihres Babys beklagen, bedenken sie gewöhnlich nicht, wie ihre täglichen Aktivitäten den Schlaf ihres Babys beeinflussen.
Unglücklicherweise bekommen in unserer geschäftigen Gesellschaft zu wenige Kinder die Gelegenheit, einem natürlichen, regelmäÃigen täglichen Ablauf zu folgen. Oft müssen Kleinkinder sich an die Zeitpläne anderer Familienmitglieder anpassen. Das bedeutet, dass Kinder nicht ihrer biologischen Uhr folgen dørfen.
Es ist nicht leicht für eine Familie, alle Pflichten so umzustellen, dass das Schlaf-Wach-Muster eines Babys nicht unterbrochen wird. Ihr Ziel sollte es sein, Ihr Baby dabei zu unterstützen, gute Schlafgewohnheiten zu entwickeln. Der leichteste Weg gute Schlafgewohnheiten zu entwickeln ist im Allgemeinen ein regelmäÃiger Tagesablauf.
Babys und Schlaf - Routine ist wichtig
Es ist ideal, wenn die alltäglichen Ereignisse wie Essen, Schlafen, Baden, DrauÃen-Spielen jeden Tag ungefähr um die gleiche Zeit und in der gleichen Reihenfolge stattfinden. Wenn das Baby lernt, sich auf das nächste Ereignis einzustellen, werden viele Konflikte vermieden. Es entwickelt sich eine wechselseitige Anpassung des biologischen Rhythmus Ihres Babys und des Zeitplans der Familie. Dies macht es Ihnen, den Eltern, möglich, sich etwas für die Zeitabschnitte vorzunehmen, in denen Ihr Baby gewöhnlich schläft oder ruhig spielt.
Ich glaube, dass Sie keinen Fehler machen, wenn Sie Kinder ruhen lassen, wenn sie es brauchen, und ihnen eine ruhige Umgebung verschaffen. Nach einem ruhig verlaufenden Tag schlafen Kleinkinder eher die Nacht durch.
Babys die früher ins Bett gehen, stehen morgens später auf
Achten Sie auf die allerersten Zeichen von Müdigkeit (langsamer qerden, Augen schlieÃen, weniger konzentriert und reizbar sein). Das ist der Moment, wenn ein Kleinkind bereit zum Schlafen wird. Wenn die Zeit øberschritten wird, kann zunehmende Müdigkeit dazu føhren, dass sich Widerstand aufbaut â wenn es noch einmal aufdreht, dann kann Einschlafen før Sie und Ihr Baby zu einer Tortur werden. Ein übermüdetes Kind schläft ruhelos, wacht häufiger in der Nacht auf und steht mürrisch und morgens zu frøh auf.
Stress und Ãberstimulierung können auch ErscN[¶pfung, Reizbarkeit und Widerstand gegen Schlaf verursachen. Viele Eltern, die ich beraten habe, haben mit Ãberraschung und Freude gelernt, dass Babys, die man abends sehr früh ins Bett bringt, im Gegensatz zu ihrer Befürchtung, morgens nicht früher aufwachen. Vielmehr wachten sie morgens oft viel später auf und hatten so mehr Stunden Schlaf.
Wache Babys schlafen besser
Eltern sind oft der Meinung, dass es am leichtesten ist, ihr Baby ins Bett zu bringen, wenn man ihm eine Flasche gibt oder es bis zum Einschlafen stillt. Ich habe jedoch beobachtet, dass es, wenn ein Kind sich seiner selbst und seiner Umgebung bewusster wird, besser ist, es ins Bett zu bringen, wenn es noch ein bisschen wach ist. In einem Bettchen ohne die Erinnerung daran, dass es dorthin gebracht worden ist, aufzuwachen kann sehr desorientierend und beängstigend sein. Kleinere Babys, die man schlafend in ihr Bettchen gelegt hat, können wegen der plötzlichen Veränderung (von einer eher aufrechten Position in eine flach liegende) verwirrt aufwachen.
ââââ
Erschienen in der Zeitschrift "Mit Kindern wachsen", Ausgabe: Heft Januar 2005
Aus dem Buch:
"Dein Baby zeigt Dir den Weg" von Magda Gerber


Kommentare